Montag, 25.4.2022

Die kognitive und emotionale Empathie nimmt durch Internetnutzung offenbar nur bei denjenigen Menschen Schaden, die in der realen Welt keine oder nur oberflächliche Beziehungen haben und diese durch online geführte Beziehungen zu ersetzen suchen. Nutzer, die tiefe reale Beziehungen haben, scheinen durch die Nutzung des Internets Empathiepotentiale sogar hinzuzugewinnen.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 129

Noch keine 20 Jahre gibt es Smartphones. Diese kleinen Wunderwerke der Technik haben wohl das Leben der meisten Menschen fundamental verändert. Der Zeitraum ist zu kurz, um bereits eindeutige Schlüsse über die vielfältigen Wirkungen des massiv gesteigerten Internetkonsums zu ziehen. Fast unversöhnlich streiten sich darüber Enthusiast*innen mit Kritiker*innen.
So unrealistisch es ist, sich eine vergangene Zeit zurückzuwünschen, so realistisch ist es, auch heutzutage die wundervollen Möglichkeiten tiefer physischer Beziehungen bewusst zu suchen und wahrzunehmen.

Text und Foto: Georg Plank
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