Donnerstag, 28.4.2022

Armut im Angesicht großen Reichtums ist nicht nur ein sozialpolitischer Missstand, sondern bedeutet für die Benachteiligten auch eine Ausgrenzungserfahrung … Wenn Menschen, die viel besitzen, zugunsten anderer, die Mangel leiden, Verzicht leisten, dann führt dies, wie eine Untersuchung zeigte, nicht nur bei den Benachteiligten, sondern auch bei denen, die abgeben, zu einer Ausschüttung von Motivations- und Glücksbotenstoffen.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 52

In absehbarer Zeit wird es neben der wachsenden Zahl an Milliardär*innen Menschen geben, die mehr als 1000 Milliarden Dollar besitzen. Ein System, das so eine Entwicklung inklusive der damit einhergehenden wachsenden Kluft zwischen Arm und Superreich fördert, kann nicht gesund sein. Auch wenn es Initiativen reicher Personen gibt, mindestens 50% ihres Reichtums für wohltätige Zwecke zu spenden, bejahe ich eine Rückkehr zu vernünftigen, sprich hohen Besteuerungen solcher Einkommen.
Wussten Sie, dass in den USA bis 1980 die Einkommenssteuer bei 70% lag und davor zeitweise bis zu 90% betrug? So viel zur Frage, ob die Forderung nach höherer Besteuerung von Superreichen naiv oder realistisch ist.

Hier einige Links zu entsprechenden Initiativen:
taxmenow.eu
millionairesforhumanity.org
Marlene Engelhorn – Reichensteuer

Text und Foto: Georg Plank
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