Donnerstag, 12.5.2022

Die Lust, auf allen Vieren zu krabbeln, und der Ehrgeiz, schließlich auf zwei Beine zu kommen, sind ungebremst – bis wir die Bewegungsfreude mit aller Macht bremsen und dem Kind beibringen, stillzuhalten und stillzusitzen. Neuerdings bedarf es dazu kaum noch repressiver Maßnahmen, nachdem wir die Kleinen wie Süchtige an ihre Bildschirme gefesselt halten.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 105

Wer unter dem Deckmantel von Freiheit und Selbstbestimmung Kindern und Jugendlichen uneingeschränkten Zugang zu digitalen Medien erlaubt, tut ihnen nichts Gutes. Maßvoll genutzt, ist die online Welt ein hilfreicher und wertvoller Bestandteil unseres modernen Lebens. Sie kann aber nie das unmittelbare Dreidimensionale und multisensorische Erleben ersetzen, das für die Entwicklung eines Menschen fundamentale Bedeutung hat.
Sich selbst bewegen, am besten in der Natur, etwas zusammenbauen, am besten aus einfachen Materialien, oder Spiel und Sport betreiben ist doch das Schönste auf der Welt!

Text und Foto: Georg Plank
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