Montag, 16.5.2022

Wo die Fähigkeit, wirklich zu lieben, beeinträchtigt oder nicht vorhanden ist, kann Sex ersatzweise zur Suchtdroge werden und zur Sexsucht führen und damit zu einer – nicht zuletzt dank des Internets – inzwischen weit verbreiteten Störung.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 48

Über Sexualität wagt sich kaum mehr ein kirchlicher Mensch zu reden. Zu sehr belastet eine jahrhundertelange Geschichte, in der Sexualität oft ausschließlich negativ, ja sündhaft gesehen wurde. Und eine Gegenwart, in der sich Kirchen noch immer schwer tun mit modernen humanwissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Sexualität. So dürfen homosexuelle Menschen nach wie vor keine sexuellen Handlungen vollziehen, also ihrer Liebe keinen körperlichen Ausdruck verleihen! Welches Glück und welcher Segen es ist, wenn man Sexualität als Ausdruck der Liebe ein Leben lang erleben und erlernen darf.
Daher erwarte ich mir, dass sich Kirchen von Sexualfeindlichkeit distanzieren und hinkünftig viel stärker darum bemühen, allen Menschen zu helfen, eine positive Sicht und eine beglückende Praxis von Sexualität zu entwickeln.

Text und Foto: Georg Plank
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