Sonntag, 22.5.2022

Im Mittelpunkt des Kulturschaffens und Kulturerlebens steht die gemeinsame Anteilnahme an den unendlichen Möglichkeiten des kreativen Selbstausdrucks des Menschen. Kultur, Kulturleben und Kulturveranstaltungen sind Herzkammern der Empathie und entspringen dem Wunsch des Menschen, über etwas Drittes – über die Musik, den Tanz, das Theater, den Film, die Literatur, die Malerei oder andere Kunstwerke – untereinander verbunden zu sein.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 87

Die letzten Jahre waren nicht nur für alle durch die Pandemie unmittelbar betroffenen Menschen hart, sondern auch für alle, die im Kulturbereich wirken. Es gibt eine gewaltige Schieflage in der Bewertung von Kunst und Kultur, die sich nicht nur in Budgets widerspiegelt, sondern auch in Lehrplänen, in der Stadtentwicklung oder im Förderungswesen.
“Durch die Kunst werden wir zu Erkenntnissen geführt, oft geradezu gestoßen: Sie ist der Spiegel, in den wir schauen müssen“, so Nikolaus Harnoncourt. Er hatte sich unermüdlich in Wort und Musik für eine Kunst eingesetzt, die uns berührt, ergreift, ja erschüttert.

Text und Foto: Georg Plank
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