Dienstag, 24.5.2022

Von überragender Bedeutung für die Eudaimonia, also für den Versuch, ein gelingendes, „gutes“ Leben zu führen, ist die Freiwilligkeit. Das Bemühen um einen Sinn-geleitetes Leben kann nicht verordnet werden, es kann nur Ausdruck eines authentischen eigenen Wollens sein. Sich nur deshalb prosozial zu verhalten, weil antisoziales Verhalten zu Nachteilen führen würde, muss nicht schlecht sein – mit Eudaimonia hätte das allerdings nichts zu tun.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 30

„The Great Resignation“ nennt sich ein Phänomen, das mitten in der Pandemie in den USA sichtbar wurde: Überdurchschnittlich viele Menschen kündigten ihren Job. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Eine liegt darin, dass immer weniger Menschen bereit sind, schlechte Arbeitsbedingungen und mangelhafte soziale Absicherungen in Kauf zu nehmen.
Viele betonen, dass sie eine sinnvolle Arbeit suchen, um einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können. Dafür sind sie sogar bereit, finanzielle Abstriche in Kauf zu nehmen. Sie wollen ein gelingendes und gutes Leben führen.

Text und Foto: Georg Plank
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