Mittwoch, 25.5.2022

Eine Haltung, die primär darauf abzielt, das Leben einfach nur zu genießen, wird, wie bereits erwähnt, unter Rückgriff auf einen von den Philosophen des klassischen Griechenland geprägten Begriff als „hedonisch“ oder „hedonistisch“ bezeichnet.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 25

In Kirchen wurde und wird eine hedonistische Lebensweise meist abgewertet und als Zeichen von Egoismus und Dekadenz verurteilt. Man übersieht dabei, dass jeder Mensch nach Lustgewinn strebt und zugleich versucht, Schmerzen zu vermeiden. Dieses Prinzip verbindet uns mit allen Säugetieren und wahrscheinlich allem Lebendigen.
Statt es schlecht zu reden, empfiehlt es sich, soziales, caritatives und empathisches Engagement so zu gestalten, das alle Engagierten dabei Erfüllung und Freude finden – auch und gerade Menschen, die tatsächlich egoistisch leben und vor allem auf Reichtum, Luxus und Lustoptimierung als Quelle von Lebensfreude setzen.

Text und Foto: Georg Plank
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