Pfingstsonntag, 5.6.2022

Die Musik aktiviert so gut wie alle neuronalen Areale, die unser Gehirn bei sozialen Interaktionen mit anderen Menschen ins Spiel bringt. Die Musik überwindet ethnische, nationale und religiöse Grenzen. Die Klänge oder Gesänge einer fremden Kultur zu hören, begünstigt bei unvoreingenommenen Menschen eine sympathisierende Einstellung dieser Kultur gegenüber und ruft Gefühle der Sympathie hervor.
Joachim Bauer: Das empathische Gen, Seite 89

„Wie wäre es für dich, wenn es ab sofort keine Musik mehr gäbe?“ Für alle Menschen, denen ich diese Frage gestellt habe, wäre das eine Horrorvorstellung! Ohne Musik wäre das Leben nicht mehr lebenswert. Musik in all seinen Formen baut Brücken zu anderen Kulturen, zu Menschen anderer Milieus und auch zu mir selbst. Für viele Menschen auch zum Göttlichen.
Statt sich in Kirchen andauernd mit der Frage herumzuplagen, wie man „Menschen wieder erreichen“ könne, empfehle ich, den großen Schatz der Musik und den Reichtum von Musiker*innen allerorten wahrzunehmen, wertzuschätzen und ihnen eine Bühne zu bieten. Man könnte auch sagen: Landeplätze für den Heiligen Geist bereiten!

Bleibend inspirierende Interviews von Nikolaus Harnoncourt können Sie hier hier genießen.

Text und Foto: Georg Plank
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